Die VISIT Umweltzeichen Spezielle Stärken der VISIT Umweltzeichen
Jedes Zertifikat hat besondere Kriterien, die aufgrund der nationalen
oder regionalen Gesetzgebung, der klimatischen Verhältnisse oder
spezieller Umweltprobleme, des vorhandenen technischen oder Managementstandards
als besonders wichtig erkannt wurden.
Nationale Zeichen müssen sich nicht auf Kompromisse mit anderen
Ländern einigen, sondern können individuelle Stärken auch
als Alleinstellungsmerkmal herausarbeiten. Sie sind flexibler als beispielsweise
die EU-Blume, können bei der Überarbeitung ihrer Kriterien
nationale technische Standards und Gesetze leichter berücksichtigen
und ihr System einfacher auf neue Produktgruppen abstimmen. Sie sollten
internationalen Systemen immer einen Schritt voraus sein und Standards
und den Stand der Technik in Europa vorantreiben.
Beispiele für die speziellen Stärken der
VISIT Umweltzeichen:
- Der Nordic Swan begrenzt als einziges Zertifizierungssystem
in Europa den Verbrauch von Energie und Wasser, Abfall und chemischen
Substanzen pro Person und Übernachtung. Die Grenzwerte sind
gestaffelt, z.B. bei Unterkünften mit oder ohne Schwimmbad.
- Das Österreichische Umweltzeichen für Tourismusbetriebe
weist eine große Überschneidung mit der EU-Blume auf
und verlangt u.a. die Erfüllung zusätzlicher Kriterien
zugunsten lokaler oder regionaler Produkte aus der Landwirtschaft
und anderen Sektoren.
- Das Green Tourism Business Scheme zeichnet
neben Unterkünften
auch andere touristische Betriebe aus, z.B. Besucherattraktionen
und Whiskydestillerien. Mit einem Bettenanteil von 15% in Schottland ist
dieses Ökolabel das erfolgreichste Zeichen in Europa.
- Das
Steinbock Label ist das erste und einzige “Nachhaltigkeitszertifikat” in
Europa mit sehr anspruchsvollen umweltbezogenen, sozialen und
wirtschaftlichen Kriterien.
- Der Green Key zeichnet touristische Betriebe in
verschiedenen Ländern Europas aus. Green Key Campingplätze
legen den Schwerpunkt auf Naturschutz und Green Key Hotels bieten
hohe Produktqualität
in Kombination mit Umweltverträglichkeit. Seit 2004 arbeitet
der Green Key eng mit dem internationalen Netzwerk der Blauen
Flagge zusammen.
- Das Ökolabel Legambiente Turismo wird
vollständig von
der unabhängigen italienischen Umweltschutzorganisation
Legambiente geführt. Die Zertifizierung in einer Region
beginnt erst dann, wenn die Zusammenarbeit mit touristischen
Organisationen vor Ort vertraglich gesichert wurde.
- Das private
Milieubarometer in den Niederlanden arbeitet beispielhaft mit
dem staatlichen Umweltzeichen Milieukeur zusammen: Betriebe,
die die goldene Stufe des Milieubarometers erreichen, werden
mit beiden Zertifikaten ausgezeichnet.
- Das EcoLabel Luxembourg
basiert auf einer starken Zusammenarbeit zwischen öffentlichen
und privaten Organisationen und bietet den Bewerbern umfassende
Informations- und Trainingsleistungen an.
- El Distintivo de Calidad
Ambiental in Katalonien ist als regionalstaatliches Umweltzeichen
in hohem Maße mit EMAS kompatibel und ermutigt
Unterkunftsbetriebe, ihr Umweltmanagement zu verbessern.
- Das Ökolabel
Zalais Sertifikats in Lettland verringert die Kosten für
die Prüfungen vor Ort, indem es eng mit
Prüfinstitutionen
zur Klassifizierung der Qualität zusammenarbeitet.
- Die
Blue Flag International (Blaue Flagge) ist das wohl bekannteste
touristische Umweltzeichen und setzt europäische Standards,
u.a. mit der Beteiligung an der Entwicklung der Europäischen
Badewasserrichtlinie (Bathing Water Directive).
Alle Umweltzeichen leisten einen wertvollen Beitrag
für einen
nachhaltigen Tourismus in Europa, indem sie:
- beste Praxisbeispiele in verschiedenen Ländern und Produktgruppen
veröffentlichen,
- das Umweltbewusstsein und die Anerkennung
umweltfreundlicher Aktivitäten
bei den Verbrauchern stärken,
- für Regierungen ein Maßstab
bei der Erarbeitung von Gesetzen und Programmen und bei der Anpassung
von Standards entsprechend dem aktuellen Stand der Technik sind,
- ihre touristischen Anbieter mit Initiativen für eine nachhaltige
Entwicklung verbinden,
- die Nachfrage nach umweltfreundlichen
Produkten, z.B. Lebensmittel aus regionalem biologischen Anbau
fördern und diese in die
touristischen Kreisläufe integrieren, mit ihren Angeboten
einen konkreten Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung in den Zielgebieten
leisten (siehe Kapitel „Zielgebiete“).
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