VISIT UmweltzeichenVISIT Umweltzeichen & EU-BlumeStärken der VISIT Umweltzeichen  

Über diese Publikation
Vorwort
Europa
Die Europäische Union
Zielgebiete
Tabelle: Schlüsselindikatoren
Ökolabel im Tourismus
Der Tourismusmarkt
Der VISIT Ansatz
Der VISIT Standard
VISIT Umweltzeichen
VISIT Imagekampagne
Leichter Zugang zu zertifizierten Produkten
Der VISIT Verband
Ausblick 2010
Danksagung

 

Die VISIT Umweltzeichen

Spezielle Stärken der VISIT Umweltzeichen

Jedes Zertifikat hat besondere Kriterien, die aufgrund der nationalen oder regionalen Gesetzgebung, der klimatischen Verhältnisse oder spezieller Umweltprobleme, des vorhandenen technischen oder Managementstandards als besonders wichtig erkannt wurden.
Nationale Zeichen müssen sich nicht auf Kompromisse mit anderen Ländern einigen, sondern können individuelle Stärken auch als Alleinstellungsmerkmal herausarbeiten. Sie sind flexibler als beispielsweise die EU-Blume, können bei der Überarbeitung ihrer Kriterien nationale technische Standards und Gesetze leichter berücksichtigen und ihr System einfacher auf neue Produktgruppen abstimmen. Sie sollten internationalen Systemen immer einen Schritt voraus sein und Standards und den Stand der Technik in Europa vorantreiben.

Beispiele für die speziellen Stärken der VISIT Umweltzeichen:

  • Der Nordic Swan begrenzt als einziges Zertifizierungssystem in Europa den Verbrauch von Energie und Wasser, Abfall und chemischen Substanzen pro Person und Übernachtung. Die Grenzwerte sind gestaffelt, z.B. bei Unterkünften mit oder ohne Schwimmbad.
  • Das Österreichische Umweltzeichen für Tourismusbetriebe weist eine große Überschneidung mit der EU-Blume auf und verlangt u.a. die Erfüllung zusätzlicher Kriterien zugunsten lokaler oder regionaler Produkte aus der Landwirtschaft und anderen Sektoren.
  • Das Green Tourism Business Scheme zeichnet neben Unterkünften auch andere touristische Betriebe aus, z.B. Besucherattraktionen und Whiskydestillerien. Mit einem Bettenanteil von 15% in Schottland ist dieses Ökolabel das erfolgreichste Zeichen in Europa.
  • Das Steinbock Label ist das erste und einzige “Nachhaltigkeitszertifikat” in Europa mit sehr anspruchsvollen umweltbezogenen, sozialen und wirtschaftlichen Kriterien.
  • Der Green Key zeichnet touristische Betriebe in verschiedenen Ländern Europas aus. Green Key Campingplätze legen den Schwerpunkt auf Naturschutz und Green Key Hotels bieten hohe Produktqualität in Kombination mit Umweltverträglichkeit. Seit 2004 arbeitet der Green Key eng mit dem internationalen Netzwerk der Blauen Flagge zusammen.
  • Das Ökolabel Legambiente Turismo wird vollständig von der unabhängigen italienischen Umweltschutzorganisation Legambiente geführt. Die Zertifizierung in einer Region beginnt erst dann, wenn die Zusammenarbeit mit touristischen Organisationen vor Ort vertraglich gesichert wurde.
  • Das private Milieubarometer in den Niederlanden arbeitet beispielhaft mit dem staatlichen Umweltzeichen Milieukeur zusammen: Betriebe, die die goldene Stufe des Milieubarometers erreichen, werden mit beiden Zertifikaten ausgezeichnet.
  • Das EcoLabel Luxembourg basiert auf einer starken Zusammenarbeit zwischen öffentlichen und privaten Organisationen und bietet den Bewerbern umfassende Informations- und Trainingsleistungen an.
  • El Distintivo de Calidad Ambiental in Katalonien ist als regionalstaatliches Umweltzeichen in hohem Maße mit EMAS kompatibel und ermutigt Unterkunftsbetriebe, ihr Umweltmanagement zu verbessern.
  • Das Ökolabel Zalais Sertifikats in Lettland verringert die Kosten für die Prüfungen vor Ort, indem es eng mit Prüfinstitutionen zur Klassifizierung der Qualität zusammenarbeitet.
  • Die Blue Flag International (Blaue Flagge) ist das wohl bekannteste touristische Umweltzeichen und setzt europäische Standards, u.a. mit der Beteiligung an der Entwicklung der Europäischen Badewasserrichtlinie (Bathing Water Directive).

Alle Umweltzeichen leisten einen wertvollen Beitrag für einen nachhaltigen Tourismus in Europa, indem sie:

  • beste Praxisbeispiele in verschiedenen Ländern und Produktgruppen veröffentlichen,
  • das Umweltbewusstsein und die Anerkennung umweltfreundlicher Aktivitäten bei den Verbrauchern stärken,
  • für Regierungen ein Maßstab bei der Erarbeitung von Gesetzen und Programmen und bei der Anpassung von Standards entsprechend dem aktuellen Stand der Technik sind,
  • ihre touristischen Anbieter mit Initiativen für eine nachhaltige Entwicklung verbinden,
  • die Nachfrage nach umweltfreundlichen Produkten, z.B. Lebensmittel aus regionalem biologischen Anbau fördern und diese in die touristischen Kreisläufe integrieren, mit ihren Angeboten einen konkreten Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung in den Zielgebieten leisten (siehe Kapitel „Zielgebiete“).